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Die Kastration der Hündin

"Kastrieren ja oder nein, und wenn ja, wann ist der richtige Zeitpunkt?"

Die Fragen des Ob und Wann sind viel zu wichtig für Sie und die Gesundheit Ihrer Hündin um in Foren und anderen öffentlichen Plattformen "diskutiert" zu werden. Hier geistern teilweise noch "mittelalterliche Vorstellungen", geprägt von Unwissenheit, durch das Netz.

Die Wahl der Art und Weise der Durchführung:

Die konventionelle Operation ist eine standardisierte Vorgehensweise, die ohne Schwierigkeiten und nennenswerte Risiken bei sachgemäßer Durchführung immer erfolgreich ist. Für einige Fälle ist sie die einzige wirklich empfehlenswerte Methode. So ist beispielsweise bei sehr kleinen Hunden die konventionelle Durchführung allein sinnvoll, da die Summe der "Schlüssellöcher" genauso groß ist wie die notwendige Baucheröffnung beim konventionellen Zugang. Aber auch hier kann mit Hilfe einer Operationsvariante der Eingriff mittels eines minimalen Schnittes nahezu genauso schonend durchgeführt werden. Sehr adipöse (fettleibige) Hündinnen oder jene, die bereits fortgeschrittene Veränderungen der Gebärmutter zeigen, sollten ebenfalls auf konventionelle Art kastriert werden.

Warum minimal invasiv?

Der entscheidende Vorteil ergibt sich aus der Tatsache heraus, daß dem geringem Trauma die Ovarien zu entfernen, ein unverhältnismässig grosser chirurgischer Eingriff, nämlich die großflächige Eröffnung der Bauchwand, gegenüber steht. Ausserdem erhält der Chirurg eine weitaus bessere Übersicht über das eigentliche Operationsfeld um im Falle von Nachblutungen sofort reagieren zu können. Der Eingriff selbst dauert nur ca.20 min.

 
Für alle anderen Hündinnen empfiehlt sich die "sanfte Kastration":

Vorteile

  • Verkürzte Operationsdauer, somit auch kürzere Narkose
  • keine Nachkontrolle, alles in einem Termin
  • Keine nennenswerten OP-Wunden
  • Keine Gefahr der Nahtdehiszenz (vorzeitiges Lösen der Nähte)
  • Kaum postoperatives Schmerzempfinden
  • Volle Bewegungsfreiheit in der Regel schon nach zwei Tagen
  • Kein Tragen eines Kragens oder T-Shirts
  • Kein Ziehen der Fäden

Video:

Hier können Sie sich einen ersten Eindruck über den Ablauf der minimal-invasiven Kastration verschaffen.


Zur Frage des Zeitpunktes:


Idealerweise soll der Eingriff vor der ersten Läufigkeit oder - sollte die Hündin doch schon läufig gewesen sein - frühestens 6 Wochen nach der ersten Läufigkeit stattfinden. Sollten sie sich zur Kastration entschließen, warten Sie nicht zu lange:  Nach dem dritten Lebensjahr ist das Risiko, später an Tumoren der Milchleiste zu erkranken, nahezu genauso hoch wie das der unkastrierten Hündin (beachten Sie, dass 40% der nicht kastrierten Hündinnen an Tumoren der Milchleiste erkranken!).

Daher gilt:
Die Kastration vor der 1. Läufigkeit reduziert das Tumorrisiko um 99% Mit jeder weiteren Läufigkeit steigt das Risiko für o.g. Tumore. Nach dem 3. Lebensjahr soll die Kastration gar keinen positiven Einfluss mehr auf die Höhe des Tumorrisikos haben. 

Wir zählen zu den ersten Praxen im Bundesgebiet, die diese Möglichkeit der Kastration als Alternative zur konventionellen Methode durchführen - noch vor den meisten universitären Einrichtungen.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, wenden Sie sich an uns. Wir beraten Sie ausführlich und geben unsere langjährige Erfahrung gerne an Sie und den Patienten weiter.

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