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Kreuzbandriss des Hundes

Der craniale, bzw. vordere Kreuzbandriss des Hundes ist leider eine der häufigsten Lahmheitsursachen der Hintergliedmaße des Hundes.

Typisch sind plötzliche und vor allem deutliche Lahmheiten bei denen das Hinterbein nicht mehr oder nur zaghaft aufgesetzt wird. Eine Lahmheit dieser Art ist in den seltensten Fällen "nur" eine Verstauchung und als ernsthaft zu betrachten. Bestenfalls handelt es sich um einen teilweisen Riss des Kreuzbandes. Durch eine daraus resultierende abnorme Beweglichkeit des Kniegelenkes kommt es rasch zu irreversiblen Gelenksveränderungen. Der Kreuzbandriss führt sofort zu Instabilität bei der auch die Menisken Schaden nehmen können. 

Deshalb der Appell an die Hundehalter: Nicht abwarten sondern zeitnah durch einen Tierarzt abklären lassen. Wichtig ist eine gründliche Untersuchung, notfalls am sedierten Tier, um die Funktion des Kreuzbandes zu prüfen. Eine Röntgenaufnahme ist anfangs nicht unbedingt notwendig. Sollte es zu einer chirurgischen Intervention kommen ist eine röntgenologische Untersuchung das Kniegelenkes aber ratsam.

Als nächstes kommt die Wahl der Methode

Zugegeben gibt es eine stattliche Anzahl von Möglichkeiten die Funktion des Kreuzbandes zu ersetzen. Hier ist eine eingehende Beratung gefordert, die unter Einbeziehung des Besitzers zur letztendlichen Entscheidung führt. Wir haben uns frühzeitig mit der Problematik des Kreuzbandrisses und den Methoden der Kreuzbandchirurgie beschäftigt und uns für zwei Methoden entschieden.

Erstens:

TightRope® - eine Weiterentwicklung der "lateral Suture". Hier wird die Kreuzbandfunktion komplett ausserhalb des Kniegelenkes ersetzt. Minimalste Gewebsreizung, sehr geringe Komplikationsrate und eine hervorragende Verträglichkeit. Einer neueren Studie nach liegt die Komplikationsrate unterhalb von 10%. Dies ist verglichen mit anderen Methoden extrem niedrig. Die Erfolgsrate wird mit 94,9% angegeben. Dies deckt sich mit unseren Erfahrungen. Bei dieser Methode werden keine invasiven Maßnahmen wie Osteotomien (Durchtrennung von Knochenanteilen) vorgenommen. In seltenen Fällen sind sie Anlaß schwerwiegender Komplikationen.

Alles in Allem extrem schonend und für uns nach Abwägung aller Vor- und Nachteile die Methode der Wahl, von einigen Ausnahmen abgesehen. So genannte "Totalausfälle" sind ausgeschlossen.

Ein weiterer Vorteil sind die weitaus geringeren Kosten die auf den Tierhalter zukommen.

Die letzte Entscheidung sollte sehr individuell getroffen werden, da jede Methode ihre Vor- und Nachteile hat und das Gewicht, die Muskulatur, die Grösse und das Temperament des Patienten ein wichtiges Kriterium für die Wahl darstellt.

Zweitens:

Die TTA (Tibial Tuberosity Advancement) mit Implantation eines s.g. Käfigs als Abstandhalter der eine Umstellung der Gelenksdynamik erreicht. Vorteil auch hier ist nach unserer Meinung die weitaus geringere Traumatisierung während der OP, das bedeutet weniger Schädigung des Weichteilgewebes im Vergleich zu anderen Therapiemöglichkeiten. Die Folge sind geringere Schmerzen nach der OP. Die Patienten belasten viel früher die Gliedmaßen und die Rückkehr der Funktion tritt eher ein. Auch ist die "Masse" der Implantate geringer. Eine kürzlich verbesserte OP Version ist berücksichtigt. Diese Methode stellt eine Weiterentwicklung der klassischen "Züricher TTA" da.

Für alle Methoden gilt:

- Ihr Hund sollte Idealgewicht haben.
- Nach der Kreuzband OP ist Leinenzwang für 6 - 8 Wochen ein absolutes Muss.
- Ein Belecken der OP-Wunde muss in jedem Fall unterbleiben.

 


Für weitere detaillierte Informationen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

 

 

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Das gleiche gilt für die Termine der Abendsprechstunde am Donnerstag

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